Schuljahr 2018/2019 - let's start !

Zeitgemäße Schulen und ihre veränderten Aufgaben!

„Das Kerngeschäft von Schule ist der Unterricht“, so lautete die bislang geläufige Formel zur wichtigsten Aufgabe von Schulen. Sie war geleitet von der „passiven“ Vorstellung von Schule: Schülerinnen und Schüler werden unterrichtet. Die grundlegende Veränderung in den Aufgaben von Schule lässt sich mit einem Wandel ihrer Grammatik vom „Passiv zum Aktiv“ beschreiben: „Das Kerngeschäft von Schule ist das Lernen“. Lernen ist dann am wirksamsten, wenn es als aktiver und interaktiver Prozess aus Sicht der Lernenden verstanden wird.

Neue Aufgaben erwachsen Schulen zudem aus der Erweiterung ihres gesellschaftlichen Auftrags: Ganztagsschulen sind eine Antwort auf veränderte Arbeits- und Lebenswelten der Familien und Kinder. Daher entwickeln sich Schulen mehr als je zuvor zu Lern- und Lebensorten. Die Digitalisierung und ihre rasant-dynamische Entwicklung ist zu einem weiteren Innovationstreiber geworden.

Zeitgemäß Schulen ermöglichen unterschiedliche Wege, Orte und Perspektiven des Lernens. Damit werden die maßgeblichen Lernmethoden und Unterrichtsarrangements vielfältiger. Die stärkere Individualisierung des Lernens bedeutet nicht, dass Wertevermittlung und Formen des sozialen Lernens in den Hintergrund treten, ganz im Gegenteil: Austausch und Diskussion, Anerkennung und Kritik, Lernerfahrungen und Erfolgserlebnisse sind wichtige und wesentlichen pädagogischen Elemente.

Ein breites Spektrum an Lernmethoden und die wachsende Bedeutung des informellen Lernens erfordert Schulräume, die einen unkomplizierten Wechsel zwischen Instruktion, Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Präsentation von Lernergebnissen ermöglichen. Damit verändern sich die bisherigen Grundmodule einen Schulgebäudes (Klassenraum und Fachraum) im Hinblick auf Größe, Gliederung und Ausstattung.

Schulgebäude sind ein guter Seismograf für den gesellschaftlichen Stellenwert von Bildung. An ihrer inneren Organisation lässt sich ablesen, ob es eine grundsätzliche Offenheit für die notwendigen pädagogischen Entwicklungen und unterschiedlichen Lernkulturen gibt; an ihrer Ausstattung und architektonischen Qualität zeigt sich die Bedeutung, die eine Gemeinschaft ihren Schulen zumisst. Der Handlungsbedarf im Schulbau ist landesweit so hoch wie nie.

Wir dürfen uns sehr freuen! Mit der Sanierung und dem Umbau des Schulhauses in der Dürmentinger Straße wird ein zeitgemäßes und modernes Schulhaus entstehen, das in seiner Funktionalität ein breites Spektrum an Lernmethoden unterstützen wird. Unsere jetzigen Fünft-/Sechst- und Siebtklässler werden in ein Schulhaus einziehen, das vielfältige Perspektiven als Lern- und Lebensort bieten wird. Ich danke der Gemeinde Ertingen und ihren Verantwortlichen für ihr Vertrauen und auch für ihre Gestaltungsverantwortung welche sie mit der anstehenden Schulhaussanierung wahrnehmen. Als leistungsfähige Bildungseinrichtung wollen wir zu einer weiterhin erfolgreichen Kommunal- und Regionalentwicklung entscheidend beitragen.

Damit diese innovative Weiterentwicklung umgesetzt werden kann, wird für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4, 8, 9 und 10 im Frühjahr (Fasnets- oder Osterferien) der Umzug in die neuen Klassenzimmer der Containerschule anstehen. Die Klassenzimmer und Lernbüros in der Containerschule werden einen gehobenen Standard bieten und sind sogar mit einem Klimagerät ausgestattet.

Uns allen wünsche ich ein erfolgreiches Schuljahr und viel Freude beim Lernen und Lehren. Ganz besonders begrüße ich alle neuen Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern. Zum ersten Mal in unserer Schulgeschichte werden dieses Schuljahr die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 die landesweite Realschulabschlussprüfung ablegen oder nach der Versetzungsordnung des Gymnasiums ihr Jahrgangszeugnis 10 erhalten.

Das neue Schuljahr startet mit 601 Schülerinnen und Schüler in 28 Klassen. An unserer Schule wirken 61 Lehrerinnen und Lehrer. Pro Woche finden über 1200 Schul- und Betreuungsstunden statt. Das ist neuer Höchststand. Die Versorgungslage der Schule ist gut.

Das erfolgreiche Lernen und Lehren soll uns wiederum mit einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule, Bildungspartner und Schulträger gelingen. Stehen wir den anstehenden Aufgaben positiv gegenüber und begreifen sie als Chance!

Auf ein gutes und erfolgreiches Schuljahr!

Herzlichst!

Ihr

Markus Geiselhart

Michel-Buck-Gemeinschaftsschule