Bunt statt blau

9.000 junge Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich an der DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken von Jugendlichen.

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr 2019 bundesweit 9.000 Schülerinnen und Schüler Plakate gegen das sogenannte Komasaufen. Die 14-jährige Schülerin Madita Wittek aus Ertingen gewann den Plakatwettbewerb in der Region Biberach. Auf Platz 2. war die 12-jährige Schülerin Josefine Grützner in Zusammenarbeit mit der 12-jährigen Schülerin Michelle Tomas und Platz 3 hat die 15- jährige Schülerin Nadine Kot belegt. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Biberach ehrte die Gewinnerin auch im Namen der Bundesdrogenbeauftragten, Marlene Mortler. Die Regionalgewinnerin  Madita Wittek erhielt eine selbstaufblasbare Liegematte.

„Komasaufen bei Jugendlichen ist eine gefährliche Tatsache, der wir gemeinsam begegnen müssen“, sagt Sandra Röhl, Leiterin der DAK-Gesundheit in Biberach. 2017 kamen bundesweit 21.721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Auch in der Region Biberach gab es 78 Betroffene. Die Aktion „bunt statt blau“ läuft bereits zum zehnten Mal. Seit Beginn haben insgesamt mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler mitgemacht. Sie gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventions-kampagne und erhielt mehrere Auszeichnungen.

„Mit einer Tänzerin auf meinem Plakat möchte ich die Gefahren durch zu starkes Trinken darstellen. Wenn das Hobby plötzlich keinen Spaß mehr macht, weil der Alkohol die Oberhand gewinnt, ist es irgendwann der letzte Tanz“ beschreibt Madita Wittek ihre Siegeridee. An vielen Schulen war die Präventionskampagne Teil des Unterrichts. „Lehrkräfte nehmen ‚bunt statt blau‘ grundsätzlich gut an, weil wir auch ein umfangreiches Informationspaket zum Thema Alkohol mitliefern. So kommt dieses wichtige Gesundheitsthema in den Schulalltag“, sagt Sandra Röhl, Leiterin der DAK-Gesundheit in Biberach.

Sandra Röhl (li.), Leiterin der DAK-Gesundheit in Biberach, Madita Wittek mit ihren Kunstlehrerinnen Frau Stefanie Ibach und Frau Sabine Schönbeck (Bildmitte).

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